Warum landet so viel Forschung nie am Markt?
Weil wir exzellent im Input sind – aber den Weg vom Prototyp zur verwertbaren Lösung unterschätzen.
In dieser Episode spreche ich mit Karin Tausz über Innovationsförderung, die mehr ist als Geld. Als Geschäftsführerin der FFG – der Österreichischen Forschungsförderungsgesellschaft – prägt sie das Innovationssystem eines ganzen Landes.
Ihre klare Botschaft: Förderung allein schafft keine Wettbewerbsfähigkeit. Was Unternehmen heute brauchen, ist ein Risikopartner, der mitdenkt, vernetzt und den langen Weg von der Idee bis zur Marktreife aktiv begleitet.
In dieser Episode erfahren Sie:
- Warum Österreich im Forschungs-Input weltweit glänzt, beim Output aber dringend aufholen muss
- Was es bedeutet, wenn eine Förderorganisation selbst kundenorientiert denkt – und wie die FFG CRM und Strategic Foresight nutzt, um Unternehmensbedürfnisse früher zu erkennen
- Wie Formate wie „Expedition Zukunft"Raum für radikale Ideen schaffen, die durch klassische Fördermechanismen fallen würden
- Warum die letzte Meile – vom funktionierendenPrototyp zur Markteinführung – zur neuen Kernaufgabe der FFG wird
Drei zentrale Takeaways:
- Risikopartner statt Geldgeber: Wo immer technisches oder wirtschaftliches Risiko entsteht, tritt die FFG als echterPartner auf – nicht nur mit Kapital, sondern mit Netzwerk und strategischerBegleitung.
- Ökosysteme statt Einzelprojekte: Zukunftsfähige Innovation entsteht, wenn Leitbetriebe, Startups und Forschungseinrichtungen gemeinsam systemisch denken – proaktiv, nicht reaktiv.
- „Was wir von Unternehmen erwarten, müssen wir auch von uns selbst erwarten." Karin Tausz lebt Kund:innenenorientierung, Agilität und Fehlerkultur in der eigenen Organisation – und macht die FFG damit zur Innovationsagentur auf Augenhöhe.
Eine Episode für alle, die verstehen wollen, warum Innovation mehr braucht als Fördergelder – und wie ein ganzes Land lernt, schneller vom Labor in den Markt zu kommen.