Warum scheitern KI-Projekte nicht an fehlender Technologie, sondern daran, dass wir zu viele starten und zu wenige zu Ende bringen?
In dieser Episode spreche ich mit Vivienne Goizet über KI-Innovation im größten deutschen Boulevardmedium. Als Project Lead Editorial AI bei BILD verantwortet sie die Schnittstelle zwischen Newsroom und Technik – und kennt beide Welten von innen.
Ihre nüchterne Erkenntnis nach zwei Jahren KI-Aufbau: Nicht wer die meisten Initiativen startet, gewinnt. Sondern wer den Mut hat, konsequent loszulassen.
In dieser Episode erfahren Sie:
- Wie BILD aus über 125 KI-Ideen ein schlankes Portfolio von 8 konkreten Projekten formte – und was auf diesem Weg verworfen, gescheitert und gelernt wurde
- Warum ein halbes Jahr Entwicklung an automatisierten Spielberichten mit einer klaren Grundsatzentscheidung endete: Kein Text bei BILD geht ohne einen Menschen online
- Wie das AI-Lab mitten im Newsroom funktioniert – als physischer Ort, an dem Redakteure Ideen einbringen und sofort auf KI-Kompetenz zugreifen können
- Warum Reichweite, Qualität und Effizienz die drei Kriterien sind, an denen sich jede KI-Initiative bei Axel Springer beweisen muss
Drei zentrale Takeaways:
- Loslassen ist eine Strategie: Wer zu lange an nicht funktionierenden Projekten festhält, verliert den wertvollsten Rohstoff der KI-Ära – Zeit.
- Fokus schlägt Vollständigkeit: Eine Aufwands-Impact-Matrix ist kein Tool, sondern eine Haltung. Wenige Projekte, konsequent umgesetzt.
- „Alles, was automatisiert werden kann, wird automatisiert werden." – Die Frage ist nicht ob, sondern wie man dabei die Qualität sichert.
Eine Episode für alle, die KI nicht nur ausprobieren, sondern wirklich implementieren wollen – und verstehen möchten, wie Innovation zwischen Fokus und Loslassen gelingt.